As Pestis Records
☠ 2026 ☠
Noctivagum ist eine frische Black-Metal-Formation, die von D. (Ex-Korrigans) an den Drums gegründet wurde. Lightning an Bass und Gitarre gehört ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern. Komplettiert wird die Formation durch Sänger Wolf (Gort). Mit „De Arcanis et Ritibus Sulphuris“ legt die Band nun ihre erste Veröffentlichung in Form einer EP vor. Parallel dazu wird im Hintergrund bereits am Debütalbum gearbeitet.
Eingerahmt wird „De Arcanis et Ritibus Sulphuris“ von zwei akustischen Gitarrenkompositionen von Torc (Ex-Hagalaz), der als Gastmusiker für Intro und Outro der EP verantwortlich zeichnet. Entsprechend legen Noctivagum viel Wert auf eine stimmige Atmosphäre – ein Ansatz, der über die gesamte EP hinweg gut aufgeht.
Ebenso überzeugend präsentiert sich das dynamische und spannende Songwriting von „De Arcanis et Ritibus Sulphuris“. Dieses basiert maßgeblich auf dem ideenreichen und kreativen Drumming von Taktgeber D. und erzeugt darauf aufbauend einen bemerkenswerten Hörfluss. Dadurch sind Noctivagum weit davon entfernt, lediglich eine beliebige Black-Metal-Band zu sein.
Doch wo Licht ist, da fällt bekanntlich auch Schatten. Die Produktion von „De Arcanis et Ritibus Sulphuris“ kann noch nicht vollständig überzeugen. Während die akustischen und ambienten Stücke sehr klar und differenziert abgemischt sind, hört man den härteren Passagen deutlich an, dass Instrumente und Vocals an unterschiedlichen Orten aufgenommen wurden. Mixing und Mastering gelingt es letztlich nicht vollständig, diese recht markanten Unterschiede zusammenzuführen, so dass der Sound der EP am Ende leichte Abzüge erhält.
Sollten für das kommende Debütalbum von Noctivagum noch Wünsche entgegengenommen werden, stehen zwei Punkte auf dem Zettel. Zum einen wäre es wünschenswert, wenn die Band den auf „De Arcanis et Ritibus Sulphuris“ eingeschlagenen musikalischen und kompositorischen Weg konsequent weiterverfolgt. Zum anderen wäre dem Nachfolger ein stärkerer, homogenerer Sound zu gönnen, damit sich die vorhandene musikalische Qualität noch besser entfalten kann.
☠ Tracklist ☠
1. Initium Caerimoniae
2. Ignis
3. Arcana Noctis
4. Ex Inferis
5. Carpe Noctem
6. Occulta Suprema Ars
7. Finis Caerimoniae
