Alvader - Woede

Alvader – Woede

Eigenproduktion
2026

Zum zweiten Mal reiten die mit paganem Vaterlandstolz gewappneten Recken von Alvader in eine neue ruhmreiche Schlacht hinaus. Erneut dem Allvater Wotan zur Ehre, erneut, um zu beweisen, wie mächtig und stark sowie wütend der auf Niederländisch geschmiedete Stahl erklingen kann! Sieben Mal werden auf „Woede“ die Klingen und Äxte gekreuzt, sieben Mal schlagen absolute Killer und – wie schon auf „Hereniging“ zuvor – keine Filler zu! Die Songs des neuen Albums sind alle sehr harmonisch arrangiert und in behutsame, von Joris van Gelre in der besten sowie bekannten Manier eingesungene Melodien gekleidet, so dass hier einem aber auch gar nichts quer ins Ohr gehen kann. Nach der glorreichen Hymne „Vaderland“ – auf sein Vaterland stolz zu sein ist eine Tugend, die in alten Zeiten mehr als oft mit Blut und Eisen teuer erkauft wurde! – galoppieren die Gitarren bei „Als de Rossen Weer Razen“ in einem nahezu schwebenden Ritt davon, der teils an die meisterlichen Frühwerke der Schweden von Amon Amarth erinnert. Und wenn man denkt, dieses Spiel ließe sich nicht noch höher treiben, so belehren uns die sympathischen Niederländer spätestens mit „Ongebroken“ eines Besseren. Hier wird der melodische Gipfel erreicht und die Faust mit einer aber so was von unerschütterlichen Selbstsicherheit auf den hölzernen Kneipentisch gehauen, dass die Balken erzittern! Im anschließenden Song „In Naam der Goden“ müssen dann Bier und Met natürlich in Strömen fließen, zumal hier wieder die geisterhaften, aus dichtem Nebel erschallenden Schlachtrufe angestimmt werden, die schon auf dem Vorgänger positiv aufhorchen ließen und jedes Mal zum Mitmachen animieren. Alvaders Musik, die neben der Melodik auch massig unbändige Riffs ins Feld führt, verbreitet einfach nur beste Laune, egal wo und wie oft man sie hört. Und das lässt sich nicht wegdiskutieren! Daneben ist sie aber auch über weite Strecken episch und durchweg ernsthaft. Die letzten zwei Lieder „Sterven Door Staal“ und „Eeuwig Weergekeerd“ glänzen mit vielen Chorgesängen, die wahrhaft an die weltbekannten und großartigen Wikinger-Alben von Bathory angelehnt sind. Und natürlich ist es sicherlich nicht notwendig zu erwähnen, dass Alvader dabei kein bisschen Bathory kopieren, sondern konsequent eigenständig agieren und womöglich vielmehr so klingen wie Heidevolk heute klingen würden, hätte Joris sie einst nicht verlassen.

Tracklist
1. Vaderland
2. Als de Rossen Weer Razen
3. Rode Waas
4. Ongebroken
5. In Naam der Goden
6. Sterven Door Staal
7. Eeuwig Weergekeerd

Geschrieben von Adam am 7. Juli 2026