Nebulas - Transiting Through the Darkest Spheres of Death

Nebulas – Transiting Through the Darkest Spheres of Death

The Temple of Satanic Warlord Records (Tape)
Astral Nightmare Productions & Handen Music (CD)
Handen Music (LP)

2025

Unwirsch bedrohlich erschallt schon alleine der Titel „Transiting Through the Darkest Spheres of Death“ der chilenischen, aktuell jedoch in Berlin stationierten Schwarzmetall-Formation mit dem Namen Nebulas. Und auch die Artworks (das der Tapes unterscheidet sich sichtlich von dem der CD- sowie LP-Ausgabe) strahlen die unverkennbar finstere Atmosphäre, welche nur dem Black Metal der zweiten Welle zugesprochen werden kann. Die von I bis VII durchnummerierten Tracks (von dem recht kurzen Intro mal abgesehen) entzünden somit erwartungsgemäß wie augenblicklich ein pechschwarzes und diabolisches, nur vom Fackelschein leicht erhelltes Szenario, das den bekanntesten Genre-Vertretern in nichts nachsteht. Da sowohl Frost, der neben den Äxten auch noch mit seiner scharfen Zunge hantiert, wie auch sein Mittäter Mads Mortensen am Schlagwerk keine unbeschriebenen Blätter sind und davor schon in so manch einer schwarzen Kapelle gezockt haben, darf man sich hier auf absolut zielsichere Attacken auf die Trommelfelle einstellen. Vor allem stimmlich weckt „Transiting Through the Darkest Spheres of Death“ Erinnerungen an Judas Iscariot, wobei einem direkt solch ein wegweisendes Werk wie etwa „Heaven in Flames“ in den Sinn kommen könnte. Und auch die Riffstrukturen mit dem rhythmischen wie äußerst variabel ausgearteten Schlagzeugspiel gehen in ähnliche, alles himmlische Licht verschlingende Richtung, das aber durchaus sehr autonom und mit genügend Abstand zum gewählten Vergleich (und irgendwo sicherlich auch Vorbild). Und ja, es kann bzw. muss auch gesagt werden, dass Nebulas ihre Sache so gut machen, dass sie auf einigen langen Strecken sogar ein Quäntchen interessanter als viele der großen Namen am vernebelten Black-Metal-Himmel agieren und somit es auch sind. Und das will schon was heißen! So bedarf es hier auch gar nicht weiterer unnötiger Worte, als nur noch dies: Schnappt euch das Ding auf der Stelle, wenn euer dunkles Herz im Rhythmus des Black Metals der 90er Jahre schlägt!

Tracklist
1. Intro
2. I
3. II
4. III
5. IV
6. V
7. VI
8. VII

Geschrieben von Adam am 8. Juni 2026