XIV Dark Centuries - Aus uralter Zeit

XIV Dark Centuries – Aus uralter Zeit

Einheit Produktionen / Schwarzdorn Production
2025

Nach vierzehn dunklen Jahrhunderten unter dem Joch christlicher Herrschaft erschallt erneut wahrhaft mächtiger Kriegsgeschrei. Stark und geschmeidig, wie aus uralter Zeit ertönt die Musik, wie die Bewegungen eines alten, erfahrenen Schwertmeisters, der sich täglich im Kampfe übt. Und ähnlich wie ein individueller Kampfstil erkennbar, kommen auch die Melodien und Rhythmen des neuen XIV-Dark-Centuries-Albums einem sofort sehr vertraut vor. Doch nach mehr als zweieinhalb Jahrzehnten steter Praxis und sieben vorausgegangenen Veröffentlichungen wirken sie gereifter und treffsicherer als je zuvor…

…und tragen mit atmosphärischen Gitarrenklängen den Hörer sofort – den Titeln der ersten beiden Tracks entsprechend – aus den Nebeln der Unendlichkeit in ein Pagan-Metal-Gewitter der alten Schule, wo schnelle Blastbeats eindeutig belegen, dass die Ursprünge dieses heidnischen Genres ganz klar im Black Metal liegen. Den Übergang in die „Aura der Dunkelheit“ bilden indes harmonische, über düstere Wolken schwebende Synthesizer-Melodien, die eben einen klassischen XIV-Dark-Centuries-Song auszeichnen, mit epischem Intro, stampfenden Beats und einer wohligen Wärme, die sich nach einem behaglichen Treffen mit alten Freunden anfühlt. In dieser althergebrachten Manier geht es dann auch mit „Rachelust der Ewigkeit“ in mittlerem Tempo weiter. Während der Text stoisch gekeift wird, bilden die Blastbeats, Synthies und das Gitarrenspiel eine klanglich sehr dichte Melange, wodurch der Song größtenteils epigrammatisch anmutet. Danach öffnet sich „Das Portal“, im Vergleich mit dem vorherigen Liedgut eher recht schleppend, doch es entfaltet sich zu einer grandiosen Hymne an die Natur und altes, fast vergessenes Wissen. „Aus eiskaltem Nebel“ kracht im Anschluss wie ein echter Gassenhauer in die Ohren, wie ihn nur XIV Dark Centuries hervorbringen können. Breaks, wundervolle Gitarrenmelodien, ruhige aber bestimmte Gesangsdarbietung, die abrupt verstummt, nachdem das Schwert an „Wo die Flüche leis‘ geflüstert“ weitergereicht wird. Atmosphärisch und gewaltig schreitet das Album weiterhin voran, wie ein Krieger in der Schlacht, der sich soeben den nächsten Gegner erwählte. Dieser wird „In kalten Hallen“ in einem Hagel aus Hieben und Stichen mit Tatendrang und Gefühl überwältigt und zur ewigen Ruhe gebettet. „Was ewig liegt“ pulsiert dann von unerbittlichen Drums, die den Song kompromisslos vorantragen und eine düstere Atmosphäre erschaffen, die wie eine Hommage an den klassischen Black Metal wirkt. Das wilde Schlachtentoben wird letztlich mit einem Pagan-Black-Metal-Track im einzigartigen XIV-Dark-Centuries-Stil beendet. Auf „Nahab“ wird noch einmal die Kunstfertigkeit aller sechs Klangkrieger aufgeboten und deren Meisterschaft eindrucksvoll bewiesen.

Mit „Aus uralter Zeit“ haben XIV Dark Centuries ein weiteres Meisterwerk des deutschen Pagan Metals geschmiedet, das definitiv eine Weiterentwicklung der Band darstellt und sich bedenkenlos in die erste Reihe der heidnisch geprägten Metal-Klänge gesellen darf. Gleichermaßen atmosphärisch, episch wie äußerst treibend wird die musikalische Schlacht hier ausgetragen, und triumphierend wird der Sieg gefeiert!

Tracklist
1. Aus den Nebeln der…
2. Unendlichkeit
3. Aura der Dunkelheit
4. Rachelust der Ewigkeit
5. Das Portal
6. Aus eiskaltem Nebel
7. Wo Flüche leis‘ geflüstert
8. In kalten Hallen
9. Was ewig liegt
10. Nahab

Geschrieben von Jan am 8. März 2026